Dienstag, 14. September 2010
Der Job des Rechtsanwalts
Derzeit besuche ich die 13. Klasse auf dem Gymnasium. Mein Abi habe ich so gut wie in der Tasche. Allerdings fehlt mir noch die Zukunftsjobidee! Ich möchte gerne studieren. Aber was? Architektur wäre sicherlich superinteressant, aber irgendwie liegt mir das technische Zeichnen nicht. Ich brauche einen soliden Job, in dem ich mit Büchern und Menschen zusammenarbeiten kann. Also schlug mir ein Kumpel vor, doch einfach Rechtswissenschaften zu studieren. Ich könnte später einen auf Rechtsanwalt Versicherungsrecht oder auch Rechtsanwalt Bankrecht machen! Naja, nicht wirklich meine Lieblingsthemen. Aber ich kann auch Rechtsanwalt Familienrecht werden. Letztendlich lerne ich sowieso erst einmal alles und kann mich später auf gewisse Tätigkeitsschwerpunkte spezialisieren oder gar meinen „Fachanwalt“ machen. Mich würde insbesondere das Rechtsanwaltsdasein für Familienrecht interessieren. Gut, Scheidungen und Sorgerechtsstreitigkeiten sind nicht schön, aber ich glaube, der Welt fehlt noch ein Rechtsanwalt Familienrecht, der sich bestens in die Lage der „Opfer“ hineinversetzen kann. Ich bin selbst Scheidungskind und kann da mitreden. Wenn dies bedeutet, dass ich auch das Bankrecht und Versicherungsrecht drin haben muss, dann lerne ich das halt. Der Vorteil ist ja, dass mir während des Studiums immer mehr Schwerpunktbereiche auffallen werden, denn allein mit dem Familienrecht würde der Job hinterher sicherlich zu stupide. Mein Kumpel studiert bereits Jura und findet das Studium richtig klasse. Die Studiengebühren finanziert er sich durch Nebenjobs. Er ist der Meinung, dass der Staat nicht noch einen Bafög-Empfänger mehr braucht. Daher erhält er auch noch Unterstützung von den Eltern. Naja, meine erste „rechtliche Handlung“ wäre der Bafög-Antrag, denn hierauf habe ich Anspruch.
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