Dienstag, 12. Oktober 2010

Erst wenn es eisig kalt wird, hole ich mein Winterbett heraus

Jetzt wo der Sommer vorbei ist wird es wohl auch nicht mehr allzu lange dauern, dass ich beim nächsten Betten beziehen meine Winterbettdecke aus dem Bettkasten hole und sie gegen meine Sommerdecke eintauschen werde. Bis es aber soweit ist, behelfe ich mir mit einem kleinen Trick, um es gleich wenn ich abends ins Bett gehe schön warm zu haben. Denn so lange wie die Temperatur am Tage draußen noch über die zehn Grad Marke kommt, ist es noch nicht erforderlich, dass ich meine Winterdecke raus zottele und sie mit einem warmen Biberbezug bespanne. So lange wie nur die Nächte leicht kühler werden, lege ich mich abends mit meinem selbstgenähtem Wärmekissen ins Bett. Andere machen sich eine Wärmflasche und ich mag absolut mein selbst genähtes Wärmekissen. Das habe ich mir im letzten Jahr genäht. Die Rapssamen bekam ich vom Nachbarn meiner Oma. Meine Oma lebt auf einem Dorf und wenn ich mal bei ihr bin, ist auch oft ihr Nachbar zu Besuch. Im letzten Jahr, als es sehr kalt war, bot er meiner Oma und mir Rapssamen an. Da ich den Sinn nicht gleich verstand, dachte ich es handele sich um einen kleinen Witz. Als ich den Blick des Nachbarn während meines unwissenden Kicherns genauer deuten konnte, fiel mir auf, dass es sein purer Ernst war. Er meinte es echt gut, da man sich aus vielerlei Naturmaterialien wie aus Kirschkernen, Leinsamen oder eben auch Rapssamen ein schönes Wärmekissen selbst nähen kann. Nicht jeder bekommt heutzutage ja einfach so mal Rapssamen von wem geschenkt. Auf die Idee mir selbst welche zu kaufen wäre ich natürlich niemals gekommen. Mit meinem Wärmekissen bin ich nun sehr zufrieden und schlafe dank ihm an jeden kühlen Abend sehr entspannt ein.

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