Freitag, 10. Dezember 2010
Da war plötzlich Schluss
Ich hatte mit meinem Freund, nun seit gestern eigentlich Ex-Freund, vorletzte Woche meinen Umzug durchgezogen. Jedenfalls so gut wie, aber dazu später mehr. Von meiner Wohnung im fünften Stock bin ich im gleichen Haus drei Etagen tiefer gezogen. Das wurde auch endlich mal Zeit, denn mit den lieben, vollen Einkaufstaschen immer bis nach ganz oben zu latschen machte echt keinen Spaß. Die Aussicht war natürlich top, aber was soll's. Ein Fahrstuhl gab es nicht, nur eben die Möglichkeit des Umzugs, als da unten ein Pärchen auszog. Mein Ex-Freund wollte natürlich mit anpacken. Aber irgendwie ging er mit meinen Möbeln und dem restlichem Inventar total stumpf um. Auf mich wirkte das gleich so, frei nach dem Motto, er hat ja nichts davon bezahlt und nichts davon gehörte ihm. Ich hatte aber meine Zähne zusammen gebissen und lieber nichts gesagt, bis zu dem Augenblick, als der Trottel mit meiner Waschmaschine zu würfeln begann. Ich meine, er hat sie einfach fallen gelassen und sie ist die Treppe herunter gekugelt. Ich war pappe satt. Meine gute alte Waschmaschine war zwar eine billige Waschmaschine, aber die hatte noch nie irgendwelche Störungen gehabt. Anders natürlich nach dem Sturz, da war sie Schrott. Ich keifte meinen Ex gleich voll. Die ganze Wut kam aus mir heraus. Weil ich an sein gesamtes Verhalten während des Umzuges dachte, war ich mehr als nur wütend. Und er, er hatte mich einfach im Treppenflur dumm stehen gelassen. Zum Glück half mir ein netter Nachbar. Der ganze Hausflur war ja auch zugestellt, da blieb dem Nachbarn auch nichts anderes übrig. Mein dämlicher Ex hatte sich erst gestern wieder bei mir gemeldet. Als er mir dann am Telefon signalisierte, dass er mir keinen Cent für eine billige Waschmaschine als Ersatz dazu bezahlen wollte, machte ich am Telefon einfach endlich Schluss.
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